07.06.2011 - Löschübung im ehemaligen Bandit´s
Wir führten eine Löschübung in der ehemaligen Diskothek durch, die in kürze abgerissen wird.
Angenommen war ein Brand im Lokal mit mehreren vermissten Personen. Wir verrauchten die Räume mittels
Rauchbomben und Nebelmaschine und verdunkelten sämtliche Fenster und Türen. Die Atemschutztrupps hatten
somit sehr schlechte Sicht, wie es im Ernstfall auch ist.
Insgesamt wurden 3 Trupps zur Personensuche und Brandbekämpfung in die Diskothek geschickt.
Diese Trupps funkten auf einen Ausweichkanal mit der Atemschutzüberwachung, um den Funkverkehr nur für den
Innenangriff frei zu halten. Alle evtl. weiteren Funkgespräche (Absperrung, Wasserversorgung) würden auf dem
Standardkanal erfolgen.
Nach und nach wurden die „Personen“ (Puppen) gefunden und ins Freie zur weiteren Versorgung gebracht.
Die Wasserversorgung erfolgte über einen nahe gelegenen Unterflurhydranten und wurde von der
TLF-Besatzung hergestellt.
Nachdem der angenommene Brand bekämpft, alle drei Puppen gefunden und das Lokal mittels Überdrucklüfter rauchfrei
gemacht wurde, führten wir eine kurze Begehung und Erläuterung der Übung durch.
Anschließend machten wir uns mit dem Halligan Tool an den verschiedenen Türen im Gebäude zu schaffen.
Wir hatten hier die einmalige Möglichkeit, das Öffnen bzw. Aufbrechen verschiedener verschlossener Türe durch
unterschiedliche Varianten auszuprobieren.
Wichtig in unserer beengten Innen- bzw. Vorstadt ist zunächst einmal die Aufstellung der Feuerwehrfahrzeuge.
Je nach Brandausdehnung und Arbeitsmöglichkeit muss die Aufstellung entsprechend gewählt werden.
In unserem Übungsfall mit dem Schwerpunkt Atemschutzübung entschlossen wir uns, das Tanklöschfahrzeug (TLF) direkt
in die Pfarrgasse zum Unterflurhydranten zu schicken und das andere Löschfahrzeug (LF 16) vor der ehemaligen Diskothek.
Beim Einsatz der Drehleiter müsste die Aufstellung der Fahrzeuge etwas anders erfolgen.
Unterstützt wurden wir bei der Übung von der FF Sollngriesbach.
Wir möchten uns ganz herzlich bei der Fam. Seitz für die zur Verfügungsstellung des Gebäudes bedanken und auch
bei den Anwohnern.
Wir hatten hier eine sehr gute Gelegenheit, realistisch eine Übung durchzuführen.
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